Erste Hilfe (DuMont Buchverlag)

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Artikelnummer: 
9783832164584
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Die Erzählerin arbeitet aushilfsweise in einem Kleintierladen. Sie wohnt bei Sylvester, einem Frauenschwarm, der viel damit zu tun hat, sich vor seinen Verehrerinnen verleugnen zu lassen. Bei den beiden klopft eines Abends Matilda an, um zusammen mit dem größten Hund der Welt Unterschlupf zu suchen. Matilda hat ein Problem: Sie glaubt, den Verstand zu verlieren. Das durch Not und Zuneigung zusammengeschweißte Trio macht sich auf, ein unsichtbares Ungeheuer zu besiegen. Mariana Leky gelingt es, diesen Kampf gegen schwindelerregende Windmühlenflügel klingen zu lassen wie eine Filmkomödie: ein ebenso vergnüglicher wie bewegender Roman über Panik und andere Plagen. Die Angst überwindet nur, wer sie herausfordert. Mariana Lekys erster Roman erzählt von Freundschaft und Angst: ein Erste-Hilfe-Kasten für die Tücken des ganz alltäglichen Lebens. Ihre zaghaften Helden halten zusammen, weil sie sich anders gar nicht zu helfen wissen & #8211 und verweisen damit bereits auf das liebenswert skurrile Personal aus & #8250 Was man von hier aus sehen kann& #8249 . Ein Gespräch mit Mariana Leky über ihren ersten Roman & #8250 Erste Hilfe& #8249 : & #8222 Wie hilft man einer Freundin, die Angst davor hat, die Straße zu überqueren? In Ihrem Roman & #8250 Erste Hilfe& #8249 nehmen drei Freunde den Kampf mit einem unheimlichen Gegner auf.' ML: & #8222 In Freundschaften teilt man alles Schöne, und auch das, was unheimlich ist. Das unheimliche ist in diesem Fall eine Angst, die derartig an einem rüttelt, dass man glaubt, den Verstand zu verlieren. Mich hat interessiert, was geschieht, wenn eine so sperrige Angst in einer Freundschaft herumsteht & #8211 was man sich einfallen lässt, um das Leben wieder leichter zu machen.' & #8222 Es ist bemerkenswert, wie fürsorglich die drei Freunde miteinander umgehen und manchmal sehr lustig, auf welche Ideen sie kommen, bei dem Versuch die Angst zu bezwingen. Ist dieser Umgang mit psychischen Störungen in unserer Gesellschaft üblich?' ML: & #8222 Nein, es ist ja auch nicht leicht, unverkrampft mit einer Verkrampfung umzugehen. Außerdem werden solche 'komischen' Ängste und Phobien ja oft als peinlich bewertet. Oder als kindisch. Deswegen passieren sie, solange es geht, im Stillen. Ich glaube, keiner, der Angst vor Supermärkten hat, wird sich Ihnen & #8211 wenn er überhaupt noch einkaufen geht & #8211 zwischen Kühlregal und Wursttheke mit den Worten 'Ich fürchte mich' in die Arme werfen. Solche Ängste laufen größtenteils unsichtbar ab.' & #8222 Matilda hat Angst davor, über die Straße zu gehen. Warum haben Sie gerade diese Angst gewählt, gibt es einen besonderen Grund?' ML: & #8222 Ich habe mir diese Angst ausgesucht, weil man mit ihr sofort aufgeschmissen ist. Eine Mäusephobie oder eine Flugangst macht das Leben nur in bestimmten Situationen kleiner. Eine Angst vor Straßen lässt den Lebensradius sofort zusammenschrumpeln. Man kann dieser Angst kaum ausweichen. Außerdem hat mir diese Angst gleich eingeleuchtet (allerdings leuchten mir fast alle Ängste gleich ein). Straßen können zu Ungeheuern werden. Jeder, der & #8211 wie ich gestern & #8211 gefühlte fünf Minuten lang auf einer vierspurigen Straße stand, mit drei Einkaufstüten in den Armen, umrauscht von Autos, wird bestätigen können: schön ist was anderes.' & #8222 Man hat beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte nur in einer Stadt spielen kann.' ML: & #8222 Stimmt, Matildas Angst benötigt ein städtisches, größeres Publikum. Aber vor allem brauchte ich für die Liebesgeschichte einen großzügigen Stadtplan.' & #8222 Apropos Liebe! Schon in Ihren Erzählungen & #8250 Liebesperlen& #8249 schienen Ihre Figuren nicht besonders viel Glück mit der Liebe zu haben.' ML: & #8222 Ich habe eher den Eindruck, dass die Figuren & #8211 bei aller Untröstlichkeit & #8211 trotzdem Glück in der Liebe haben sie rütteln nur an den falschen Türen. Es stehen immer welche mit offenen Armen um sie herum.' & #8222 Man hat beim Lesen das Gefühl, dass diese Geschichte nur in einer Stadt spielen kann.' ML: & #8222 Stimmt, Matildas Angst benötigt ein städtisches, größeres Publikum. Aber vor allem brauchte ich für die Liebesgeschichte einen großzügigen Stadtplan.' & #8222 Apropos Liebe! Schon in Ihren Erzählungen & #8222 Liebesperlen& #8220 schienen Ihre Figuren nicht besonders viel Glück mit der Liebe zu haben.' ML: & #8222 Ich habe eher den Eindruck, dass die Figuren & #8211 bei aller Untröstlichkeit & #8211 trotzdem Glück in der Liebe haben sie rütteln nur an den falschen Türen. Es stehen immer welche mit offenen Armen um sie herum.'